San Paolo di Jesi
Fürsorglicher Hüter unserer Weine

Die Gemeinde San Paolo erstreckt sich über eine Fläche von 10,07 km²; unter den 49 Gemeinden der Provinz Ancona nimmt sie in Bezug auf die Fläche einen der letzten Plätze ein.
Das historische Zentrum liegt auf 224 m ü.d.M., die Höhen variieren jedoch von den 350 m der höchsten Stelle in der Contrada Follonica bis zu den 100/110 m entlang des Baches Cesola: eine eher sanfte Morphologie ohne besonders steile Abhänge oder Brüche.
Die ältesten Gesteine, die im Gebiet zu finden sind, stammen aus der pliocänen Serie (vor 5 Millionen Jahren). Die tektonischen Bewegungen, die während der letzten Phasen der Bildung der Erdkruste (vor 4-2 Millionen Jahren) stattfanden, trugen dazu bei, die heutige strukturelle Ausprägung des Gebiets zu formen und führten zum Auftreten der genannten ton-sandigen Formationen.
Ein besonderes Merkmal ist im Nordwesten des Ortes in Richtung des Baches Cesola zu verzeichnen: Die Region war über Jahrhunderte hinweg von Erdrutschphänomenen betroffen, die zur Entstehung der Flurnamen „Contrada Valle delle Lame“ und des zugehörigen „Fosso delle Lame“ führten.


Ein weiteres besonderes Merkmal, das typisch für unsere Gemeinde ist, sind die sogenannten „Schlammvulkane“, zwei besonders bemerkenswerte: einer in der Contrada Fonte und der andere in der Contrada Battinebbia..
Sie werden „Schlammvulkane“ genannt, weil das schlammige Material, das unter dem Druck von Gasen aus dem Boden austritt, sich so anordnet, dass es in stark verkleinerter Form ein echtes vulkanisches System nachbildet, mit der typischen Kegelgestalt und dem dazugehörigen Krater.
Von besonderer Bedeutung für die Beschaffenheit unserer Böden ist schließlich der Bach Cesola, der einen Teil der Grenze zwischen den Gemeinden Cupramontana und San Paolo markiert und entlang seines Verlaufs eine Quelle mit mineralreichen Salzen enthält, was zur Herkunft des Namens „Acquasalata“ geführt hat.
In vergangenen Jahrhunderten wurde die Quelle wegen ihrer heilenden Eigenschaften geschätzt und von den Einheimischen „heiliges Wasser“ genannt. Während des letzten Weltkrieges, als Salz knapp war, nahmen viele das Wasser von dort, um Lebensmittel zu kochen oder kochten es, um Salz direkt daraus zu gewinnen.

